Ernst und heiter - manchmal skurril

Musikalisches Lesetheater

Geschichten, Gedichte, Gedanken

Rezitation Lilli Schwethelm – Musik Georg Crostewitz

Ein sehr lebendiges Thema ist der Tod, an den sich die Schauspielerin und der Musiker herantasten.

Geschichten über den Tod sind auch immer Geschichten über das Leben.

Poetische Reflexionen über die Vergänglichkeit laden ein die Schönheit des Lebens zu feiern.

Hoffnung, Erleichterung und mitfühlend Komisches gehen Hand in Hand mit Abschied und Trauer.

Bewegende Heiterkeit und tiefer Ernst begegnen sich – Anfang, Ende und Neubeginn.

Kleine Erzählungen, Anekdoten, Gedichte, Märchen, ein Bilderbuch und viel Musik …..

Mascha Kalèko, Hans Dieter Hüsch, Gertrud Kolmar, Robert Gernhardt, Georg Büchner, Erich Fried und Rilke sind nur einige der Autoren, die hier zu Worte kommen sowie Aphorismen und Bräuche aus anderen Kulturen.

Das Mosaik der dargebotenen Texte, musikalisch getragen von sanften Kompositionen, Percussion, Gesang und Geräuschakzenten, ist ein besonderer Raum der Begegnung.

 

 

Licher Kulturtage 18  (in der Bezalel Synagoge, Lich)    aus der Wetterauer Zeitung

(hsc) Die Besucher waren ebenso überrascht wie angetan von der niveauvoll unterhaltsamen Art der Vorstellung….. Schwethelm und Crostewitz haben eine Mischung zubereitet, die sie hochkompetent vortragen…. Schwethelm, Schauspielerin und routinierte Sprecherin, spielt gleichsam die Geschichten. Oft sind es auch lebhafte Szenen, in denen es beileibe nicht immer düster und traurig zugeht. ……..

.........Vor allem sorgt Crostewitz mit feinfühligem und stimmungsvollem Gitarrenspiel dafür, dass sogleich eine zweite Ebene erkennbar wird. ………

Schon die Autorenauswahl zeigt, dass Intelligenz und Leichtigkeit wesentliche Aspekte sind. ….……

..........„Der Tod gehört zum Leben“, sagt Schwethelm zu Beginn, als die Zuhörer noch keine rechte Ahnung von der Richtung haben, in die der Abend gehen soll. ………

Ein Glanzlicht ist die Einspielung eines Bilderbuchs von Wolf Erlbruch „Ente, Tod und Tulpe“. Den Text

trägt sie zu den Bildern vor. „Ich bin schon in deiner Nähe so lange du lebst“, sagt der Tod freundlich zur skeptischen Ente. …… Diese Denkanstöße machen den Abend kurzweilig und angenehm. …..

Respektlos heiter klingen die Gedichte von Robert Gernhardt, der es dabei immer schafft nachdenklich zu sein. ……………

Besonders anrührend, auch wegen des Vortrags, ist Inge Wuttkes „Märchen von der traurigen Traurigkeit“, ein beeindruckender Spagat zwischen Feinfühligkeit und Humor, denn die Traurigkeit wird da selbst als tieftrauriges Wesen gezeichnet. Doch sie trifft eine alte Frau, die Mitleid hat. In einem geistreichen Dialog stellt sich heraus, dass es die Hoffnung ist. Die schätzt das Zulassen von Trauer hoch ein und tröstet die Traurige ganz liebevoll: „Wein du nur. Ich will dich begleiten.“ Besser kann man das kaum auf den Punkt bringen, und es ist diese zurückhaltende Prägnanz, die den Abend glänzen lässt. Letzten Endes ist er auch ein starker Impuls zum Finden von Gelassenheit. Am Ende gab es großen Applaus.

 

 Aus der Presse

........ Lilli Schwethelm, bekannt durch das in der Wetterau beheimatete theater mimikri, las mit einer Ausstrahlung, die jedem Text seinen Charme und seine eigene Gefühlstiefe zumaß. Ihre Präsenz erfasste die offene Frage nach „dem Leben danach“ genauso wie die sanfte Trauer über das Hinscheiden einer Mutter und die eckige Skepsis, den Tod nicht an sich herankommen zu lassen. Die Zuhörer wurden mit ihrem Erleben nicht allein gelassen. Georg Crostewitz leitete mit seinen jazzigen und bluesigen Inspirationen von Text zu Text über. Mit eigenen und ausgewählten Kompositionen schenkte er dem Publikum Zeiten des Aufatmens, Träumens und Nachsinnens. Diese musikalischen Atempausen erfrischten und halfen die vielseitigen und komplexen Gefühlsaspekte zu verdauen. Sein Spiel beeindruckte durch die Verbindung technischer Brillanz mit musikalischer Ausdruckskraft. .......

Wetterauer Zeitung

 

Sprachkunstwerke bei den Wetterauer Hospiztagen

Wetteraukreis (pm). Das Publikum lachte, schwieg betreten, staunte, erschrak, eine Träne verlor sich in manchem Auge, dann überzog ein Schmunzeln die Gesichter. Schauspielerin Lilli Schwethelm und Gitarrist Georg Crostewitz bannten mit Sprache und Musik die Zuhörer bei der Hauptveranstaltung der Wetterauer Hospiztage

.....Die Besucher wurden gefesselt von genial zusammengestllten Sprachkunstwerken.

Georg Crostwitz unterstrich die Inhalte mit seinem fasznierenden, virtuosen Gitarrenspiel oder setzte erholsame Kontrapunkte.

Er trug seine Stücke unaufdringlich und zugleich eindringlich vor. Als er "Tränen im Himmel" vortrug, versetzte seine Stimme die Zuhörer in einen atmospfärischen Schwebezustand. Kein Wunder, dass eine Besucherin sich nach der Vorstellung wünschte, es gebe eine CD von dem Abend zum Wiederanhören.

Wetterauer Zeitung 

 

 

 

Zwischen Himmel und Erde       Aus dem Kreisanzeiger(em) 13.10.2025

 

 

(em) … der lange Schlussbeifall und die Bravo-Rufe galten der bewegenden Intensität, mit der Lilli Schwethelm und Georg Crostewitz ihr musikalisches Lesetheater um diesen Themenkomplex gestalteten. ………. Lilli Schwethelm hatte viele Mosaiksteine aus der Literatur zusammengetragen. Das half den Zuhörenden sich auf den Themenkomplex Vergänglichkeit, Sterben und Lebensdankbarkeit einzulassen. Ob traurig ob fantasievoll, ob ruppig-zärtlich wie Kurt Tucholskys „Mutterns Hände“  - ihr Stimmklang, ihre Gestik verdichteten die Texte so, dass sich kein Zuhörer entziehen konnte. …..

 

Ähnlich einfühlsam hatte der meisterliche Gitarrenspieler Crostewitz bekannte Titel …. bis hin zu Bob Dylan und eigene Kompositionen eingefügt. ….. bei einem westafrikanischen Text kecke Staccati – man nahm Spieler und Sprecherin ab, dass die Toten das Fest ihres Lebens feiern. …..

 

….  So war der Abend auch eine Reise in andere Länder. Wie z.B. in Japan, wo im Zen-Buddhismus Gedanken zur „Kunst des letzten Augenblicks“ entwickelt wurden.